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FAQ für Schiedsrichter/innen

FAQ für Schiedsrichter/innen

Auf dieser Seite werden Fragen beantwortet, die an den Ausschuss für Schiedsrichter gestellt worden sind und deren Beantwortung für alle Schiedsrichter/innen interessant sein könnten.

Zunächst ist zu berücksichtigen sein, dass der Luxwert an beiden Tischen nie exakt gleich sein wird. Das folgt bereits daraus, dass ja schon die Position des OSR bei der Messung die Messergebnisse beeinflusst oder die (äußeren) Lichtverhältnisse in der Spielhalle unterschiedlich wirken. Ausschlaggebend ist der gewonnene Gesamteindruck aus einer optischen Bewertung durch den OSR. An einem Toleranzwert kann dies nicht festgemacht werden. Ein solches Vorgehen ist auch im Hinblick auf faire Spielbedingungen unproblematisch, da ja kein/e Spieler/in ad hoc den Tisch wechselt und vor seinem nächsten Spiel darf er/sie sich ja wieder am jeweiligen Tisch einspielen.

Oftmals erlebt man, dass vier Tische in den Spielboxen aufgestellt sind, obwohl nur jeweils ein Tisch benötigt wird.
Der OSR hat nach Absprache mit den Vereinen die Möglichkeit, das Einspielen an vier Tischen zu gestatten. Hierbei empfiehlt es sich, einen klaren Zeitpunkt für den Rückbau zu vereinbaren, damit das Spiel ordnungsgemäß durchgeführt und pünktlich beginnen kann. Diese Ausnahme dokumentiert er im OSR Bericht.

Es ist in einem Spielverlauf nichts Ungewöhnliches, dass der Ball aus der Box springt oder in der hintersten Ecke der Box liegt und der Spieler den Ball holen muss. In dieser Zeit des Ballholens ist es durchaus erlaubt, dass der Gegner außerhalb der 6-Punkte-Handtuch-Regel kurz zum Handtuch gehen darf, wenn dadurch das Spiel nicht verzögert wird.
Der Fall ist anders gelagert, wenn bspw. der Aufschläger schon zum Aufschlagen bereitsteht und der Rückschläger demonstrativ noch zum Handtuch läuft. Dies ist ein klassisches Beispiel einer Spielverzögerung, welche mit einer gelben Karte des Schiedsrichters am Tisch oder OSR (in OL/RL) zu ahnden wäre.
In der TTBL ist der Griff zum Handtuch innerhalb der 15 Sekunden Regel grundsätzlich erlaubt.

Bei der Beurteilung, ob Spielkleidung als einheitlich einzustufen ist, wird Werbung nicht herangezogen.
Int. TT-Regeln Teil B: 2.2.7  Während eines Mannschaftskampfes müssen die daran teilnehmenden Spieler einer Mannschaft einheitlich gekleidet sein. Das gleiche gilt bei Welt-, Olympischen und Paralympischen Titelwettbewerben für die Spieler eines Doppels, sofern sie dem gleichen Verband angehören. Von dieser Bestimmung sind Socken, Schuhe sowie Anzahl, Größe, Farbe und Design von Werbung auf der Spielkleidung ausgenommen.
Hinweis aus der WO F 2.5: Das Anbringen der Werbung, der Herstellerzeichen, der Vereinszeichen (Wappen und Namen) sowie der Spielernamen ist für die Bundesligen genehmigungspflichtig. Über einen solchen Antrag auf Erteilung der Genehmigung entscheidet mit Ausnahme der TTBL sowie der Deutschen Pokalmeisterschaft Herren (ab der 1. Hauptrunde) der DTTB. Die Genehmigung gilt für jeweils ein Spieljahr.
Kopien der Genehmigung sind mit den Mannschaftsmeldungen bei jedem Meisterschafts- und Pokalspiel mitzuführen und dem Oberschiedsrichter vorzulegen.

Mit der Umstellung auf 4er Mannschaften stellt sich immer öfters die Frage, wer SRaT in den Eingangsdoppeln ist. Der OSR sollte stets den Grundsatz der „ordentlichen“ Spielbedingungen beachten und auch alles mit Hilfe der Mannschaften unternehmen, damit für jeden Tisch ein SRaT zum Einsatz kommt. Sollte diese Bemühung erfolglos bleiben, führt dies gegebenenfalls dazu, dass die Spieler/innen selber zählen müssen, sofern kein oder nur an einem Tisch ein SRaT zur Verfügung steht. In jedem Fall sollte eine solche Situation auf dem OSR Bericht vermerkt werden.