Die neue junge Generation! 

Die Westdeutschen Meisterschaften der Jugend15 vom 31. Januar bis zum 1. Februar 2026 in Sankt Augustin versprachen schon zu Beginn große Spannung, waren doch sowohl im Mädchen- als auch im Jungenfeld kaum richtige Favoriten auszumachen. Vermutlich lag das zum Teil auch daran, dass mit Emma Li und Sophiia Zhmudenko die vermutlich zwei besten Schülerinnen schon für die Deutschen Meisterschaften Anfang Juni in Erfurt einen Startplatz beim Top48 erspielt hatten.

Als leichte Favoritin konnte Emily He, die noch für den Jugend13  ausgemacht werden, die auch über das gesamte Turnier dieser Bürde gerecht wurde. Emily spielte ein tolles und souveränes Turnier, verlor am Samstag überhaupt keinen Satz und auch in der Hauptrunde nur in der zweiten Runde und im Endspiel gegen Juli Baranowski einen Satz.

Juli Baranowski gehörte vor dem Turnier sicherlich zum erweiterten Favoritenkreis, dennoch ist es eine tolle Leistung ihrerseits, sich bis ins Finale vorgespielt zu haben. Vor allem die Tatsache, dass Juli an beiden Tagen mehrere 3:2 Spiele hatte und diese alle gewann zeigt von einem sehr guten Nervenkostüm.

Gerade die nachrückende junge Generation um Luisa Fan, die am Ende einen tollen dritten Platz belegte und auch Bianca Zeng, Julie Lochey, Bernadette Harkopian und Nina Lehmköster zeigten durchweg tolle Leistungen und zeigen, welch tolle Generation in den nächsten Jahren den weiblichen Nachwuchs in NRW bestimmen wird.

Dies wurde auch in der Doppelkonkurrenz deutlich. Luisa Fan und Emily He überzeugten über das ganze Turnier hinweg und wurden zurecht Westdeutsche Meisterinnen im Doppel. Im Finale bezwangen die zwei Juli Baranowski und Milena Specka knapp mit 3:2.

Bei den Jungen war das Feld noch ausgeglichener und kaum vorherzusagen, wie der Ausgang wohl am Ende sein würde. Auch hier waren mit Sebastian Lenz und Avelino Zhang die zwei Jungs, die schon einen Startplatz für Erfurt sicher haben, nicht im Feld.

Am ersten Tag gab es in den Gruppenspielen kaum Überraschungen. Ein Spiel in Gruppe I zwischen Daniel Balazs und dem zehnjährigen Luka He war so etwas wie das Highlight in den Jungeneinzeln, was Daniel am Ende knapp und glücklich mit 3:2 gewinnen konnte. Die anderen Gruppenköpfe wurden mehr oder weniger ihrer Favoritenrolle in den Gruppen gerecht.

Am zweiten Tag gab es dann Überraschungen und analog zu den Mädchen15 spielte sich vor allem die junge Generation ins Rampenlicht, wenn am Ende auch mit Darian Cornelius und Thorge Schubart zwei 2011er im Finale standen, welches Darian dann mit 3:1 Sätzen für sich entscheiden konnte. Im Halbfinale hatte Darian mit dem elfjährigen Caspar Mayer-Uellner, der bis dahin tolles Tischtennis spielte und immer wieder sein tolles Potential aufblitzen ließ allerdings höchste Mühe und konnte nur knapp mit 3:2 gewinnen. Thorge hingegen siegte im Halbfinale gegen Darian Halilovic eher leicht mit 3:0, hatte aber zuvor im Viertelfinale mit Eitan Yordanov nur knapp in der Verlängerung des fünften Satzes gewonnen, nachdem er den gesamten fünften Satz mehrerer Punkte einem Vorsprung Yordanovs nachlaufen musste.

Hervorzuheben sind die Leistungen von Lukas Decristan, der als 2013er das Viertelfinale erreichte, in dem er Caspar Mayer-Uellner unterlag. Zuvor hatte er gegen den Krefelder Junde Zang (Jahrgang 2014, wie auch Caspar) die zweite Hauptrunde gewinnen können.

Im Doppelwettbewerb zeigten Adam Dahhan und Darian Cornelius, warum eine Rechts-Links-Kombination (Darian ist Linkshänder) immer noch gut funktionieren kann. Die unterlegenen Eitan Yordanov und Falko Vorbek zeigten über den gesamten Doppelwettbewerb aber auch tolle Leistungen und haben sich den Platz auf dem Treppchen verdient.

 

Insgesamt zog Cheftrainer Stephan Schulte-Kellinghaus folgendes Fazit: „Wir wissen schon länger, dass die Jahrgänge 2011 und 2012 bis auf wenige Ausnahmen keine Jahrgänge sind, die auf nationaler Ebene bisher mit besonders guten Leistungen auf sich aufmerksam machen konnten. Umso glücklicher sind wir, dass wir mit Sebastian Lenz und Avelino Zhang bei den Jungen und Emma Li und Sophiia Zhmudenko zwei Mädchen haben, die sich mittlerweile bis in die Deutsche Spitze spielen konnten. Toll ist zu sehen, wie sich Spielerinnen und Spieler wie Juli Baranowski, Darian Cornelius oder Thorge Schubart entwickeln konnten. Die sich dahinter entwickelnden Jahrgänge 2013 und 2014  um Luisa Fan, Emily He, Luka He (2015!), Junde Zang, Lukas Decristan, Yannick Fadeev (leider mit Fieber aufgegeben) und Caspar Mayer-Uellner, aber auch noch einige mehr, denen noch viel zuzutrauen ist, sind eine große Hoffnung für die Leistungsentwicklung im Nachwuchstischtennis in NRW.!

Bericht: Stephan Schulte-Kellinghaus

Bilder und Galerie von Steffen Tegeder

Bilder und Galerie von Daniel Gerhards

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