Gold und Bronze für den WTTV beim Bundesfinale der mini-Meisterschaften

Bericht und Fotos: Jörg Fuhrmann
Mehr als 17.000 Kinder nahmen deutschlandweit an den 43. mini-Meisterschaften teil. Beim Bundesfinale in Hannover-Misburg vertraten Kayra Sen und Helena Bavink den WTTV – und kehrten mit Gold und Bronze zurück. Kayra krönte sich zum Bundessieger, während Helena einen hervorragenden dritten Platz belegte.

Siegerehrung des Bundesfinals 2026.

 

Am Wochenende fand im niedersächsischen Hannover-Misburg das Bundesfinale der mini-Meisterschaften 2026 statt. Aus jedem Bundesland hatten sich jeweils ein Mädchen und ein Junge über die Orts-, Bezirks- und Verbandsentscheide für den Bundesentscheid qualifiziert.

Kayra und Helena vertragen den WTTV beim Bundesfinale.

 

Für Kayra und Helena war es ein unvergessliches Wochenende. Am Freitag reisten alle Teilnehmenden an und wurden in der Sporthalle des Ausrichters SG Misburg herzlich begrüßt. Neben dem Wettkampf stand auch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm aus Spiel, Spaß und Sport auf dem Programm. Von Rundlauf bis zu einer Handball-Einheit wurde alles geboten. Auch der Bundestrainer der Schüler U15, Frank Schönemeier, war vor Ort und leitete eine Trainingseinheit mit allen Mädchen und Jungen.

Trainingseinheit mit Bundestrainer Frank Schönemeier.

 

Nach dieser gelungenen Abwechslung ging es am Samstagnachmittag mit den Gruppenspielen los. In zwei Gruppen mit jeweils neun Teilnehmenden wurde gespielt, und Kayra war nicht zu stoppen. Er agierte sehr clever und gewann alle seine Spiele am Samstag. Das Coachen war bei dieser Veranstaltung übrigens verboten. So mussten die Jüngsten ganz allein an den Tisch, während Eltern, Betreuer und Freunde von der Tribüne aus mitfieberten.

Am Sonntag standen die letzten Gruppenspiele an. Kayra gab kein einziges Spiel ab und wurde mit 8:0 Spielen sowie 24:3 Sätzen klarer Gruppensieger. Damit zog er ins Halbfinale ein. Sein Gegner war Alexandru Mitrache aus Bayern. In einem spannenden Match setzte sich Kayra nach fünf Sätzen durch und erreichte das Finale.

 

Dort traf er auf den stark aufspielenden Berliner Arian Bengel. Die Zuschauerinnen und Zuschauer waren begeistert. Spannende und lange Ballwechsel wurden immer wieder mit lautstarken Rufen und Applaus honoriert. Nach dem ersten Satz, den Kayra mit 2:11 verlor, stellte er sein Spiel um, gewann die folgenden Sätze und sicherte sich den verdienten Bundessieg.

Kayra holte sich den Titel, herzlichen Glückwunsch!

 

Auch Helena überzeugte auf ganzer Linie. Schon bei ihrem ersten Auftritt war zu erkennen, mit wie viel Freude sie Tischtennis spielt. Diese Begeisterung brachte sie mit großer Leichtigkeit in ihr Spiel ein. Nur in einer Begegnung musste sie ihrer Gegnerin zum Sieg gratulieren. Mit einer Bilanz von 7:1 Spielen und 22:6 Sätzen belegte sie den zweiten Platz in ihrer Gruppe.

Im Halbfinale traf sie auf die spätere Siegerin Zsofia Nagy aus Baden-Württemberg. Die Zuschauerinnen und Zuschauer in der gut gefüllten Sporthalle sahen ein tolles Spiel. Helena versuchte alles, musste sich am Ende aber geschlagen geben.

 

Damit ging es im letzten Spiel um die Bronzemedaille. Gegnerin war Ronja Jasmin Wilk aus Niedersachsen. Im Gruppenspiel hatte Helena noch mit 1:3 verloren, war nun jedoch gewarnt und wusste genau, worauf sie achten musste. Sie kämpfte um jeden Punkt, drehte das Ergebnis aus der Vorrunde und gewann mit 3:1. Damit sicherte sie sich verdient die Bronzemedaille.

Auch Helena konnte über Bronze strahlen, herzlichen Glückwunsch!

 

Eine besonders schöne Geste zeigte Helena nach ihrem Sieg: Sie tröstete ihre enttäuschte Gegnerin und bewies damit großen Sportsgeist.

 

Alle Beteiligten waren sich einig: Die mini-Meisterschaften sind ein enorm wichtiger Baustein der Sportentwicklung. Jedes Jahr nehmen Tausende Mädchen und Jungen bis zwölf Jahre daran teil. Neben den sportlichen Leistungen stehen vor allem Spaß, Gemeinschaft und Freundschaften im Mittelpunkt. In Misburg war dies überall zu spüren. Auch wenn nach verlorenen Sätzen und Spielen einige Tränen flossen, zeigten die jüngsten Nachwuchsspielerinnen und -spieler einen beeindruckenden Zusammenhalt.

Es wäre wünschenswert, wenn wieder mehr Vereine mini-Meisterschaften ausrichten würden. Helena und Kayra haben sich für ihren Einsatz belohnt und sind nun fester Bestandteil der Nachwuchsförderung in ihren Vereinen.

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