Deutschland-Pokal: WTTV feiert starken Gesamtsieg

Am vergangenen Wochenende wurden die Wettbewerbe um den Deutschland-Pokal ausgetragen. Die Altersklasse U13 ging in Saarbrücken an den Start, während die U15 ihre Spiele in Hessen bestritt.

Der WTTV überzeugte dabei mit einer geschlossenen und starken Mannschaftsleistung: Alle vier Teams erreichten das Halbfinale und unterstrichen mit folgenden Endergebnissen eindrucksvoll ihre Leistungsfähigkeit: Die U13 Jungen sicherten sich souverän den 1. Platz, die U13 Mädchen belegten einen hervorragenden 2. Platz. Die U15 Jungen erreichten Rang drei, während die U15 Mädchen das Turnier auf dem vierten Platz abschlossen.

Mit diesen Platzierungen sicherte sich der WTTV in der Gesamtwertung den 1. Platz – vor Bayern und Hessen – und gewann den Deutschland-Pokal erstmals seit vielen Jahren wieder.

Der WTTV gratuliert allen Spielerinnen und Spielern sowie dem Trainer-Team herzlich zu diesem großartigen Erfolg.

Im Folgenden finden Sie die Einzelberichte zu den jeweiligen Konkurrenzen.

Jungen13
Lukas Decristan, Caspar Mayer-Uellner, Junde Zang und Luka „Brutus“ He gingen nach zwei tollen Lehrgangswochen mit der Zielsetzung in den Deutschlandpokal, möglichst das Halbfinale zu erreichen. Alle vier Jungs haben in den letzten Wochen und Monaten tolle Fortschritte in ihrem Spiel und Leistungsvermögen gemacht und konnten mit Optimismus nach Saarbrücken fahren.

Die Geschichte zu den Gruppenspielen, der Viertel- und Halbfinale sind recht schnell erzählt. In allen Spielen – in der Gruppe gegen Hamburg, Baden-Württemberg und Bayern und am Samstagabend im Viertelfinale gegen Sachsen-Anhalt gab es ungefährdete 4:0 Siege, bei denen man selbst in kniffligen Einzeln immer das Gefühl hatte, dass sich die WTTV-Talente nochmals steigern könnten.

Trotz des Hinweises am Sonntagmorgen, dass Berlin ein deutlich ernstzunehmender Gegner sei, ging das Team mit Selbstbewusstsein und Spielfreude in die Partie. Die ersten drei Einzel waren auch umkämpft, jedoch hatten wir in den entscheidenden Momenten immer die besseren Antworten und Lösungen parat. Manchmal taktisch gelöst, manchmal spielerisch und wenn es brenzlicher wurde auch kämpferischer als die Gegner. Auch hier stand am Ende ein 4:0 Sieg.

Bereits vor dem Finale war mit dem Team besprochen, dass aufgrund des tollen Auftretens aller Jungs, auch alle zum Einsatz kommen sollten. Neben Junde und Caspar kam gegen Berlin Lukas zum Einsatz und gegen Hessen dann im Finale Luka.  „Noch nie fiel mir eine Entscheidung, einen Spieler in einem Finale nicht einzusetzen so schwer, wie diesmal. Alle hätten es verdient, um den Titel zu kämpfen, vor allem Lukas, der – ein Jahr älter als Junde und Caspar und Zwei als Luka – sich so toll in allen Situationen fürs Team eingesetzt hat.

Luka, Lukas, Caspar und Junde gewinnen in die U13-Konkurrenz.

 

Das Finale gegen die Hessen erwies sich dann als genau die schwere Aufgabe, die Cheftrainer Stephan Schulte-Kellinghaus, der das Team betreute, geahnt hatte. Die Hessen hatten mit Joel Rohaly ein tolles Abwehrtalent, mit Jonathan Kilian einen dreizehnjährigen Jungen, der uns kräftemäßig überlegen war und mit Sankula ein sehr junges Talent aufgeboten. Schnell lagen wir mit 0:2 Spielen zurück, weil Luka gegen Rohaly zwar viele Dinge gut machte, aber gegen die Abwehr viel zu selten durchkam. Caspar hatte sich zu viel Druck gegen Kilian gemacht, weil er unbedingt sein Team zum Ausgleich bringen wollte. Junde konnte im dritten Einzel dann seine Favoritenrolle gegen Sankula ausspielen und brachte den WTTV mit 1:2 heran.

Das Doppel war dann in vier Sätzen schon ein richtiger Krimi, vor allem Caspar fing sich nachdem er nach seinem Einzel so sehr enttäuscht war und konnte mit seinem tollen Spielgefühl immer wieder Junde in Position bringen, der die Vorbereitungen Caspars meist glänzend verwandeln konnte. Caspar spielte danach gegen den Abwehrer Rohaly. Es war ein tolles Spiel mit atemberaubenden Ballwechseln, die Kinder im Alter von unter 13 Jahren nur sehr selten zeigen. Aber auch Caspar kam gegen die mit Schnitt, Schnittwechsel und den immer zurückkommenden Bällen nicht durch. Luka kämpfte am Nebentisch Sankula nieder, wie er es macht, wenn er in seinem Element ist: kampfstark, mutig, selbstbewusst und ohne jede Angst. Es war ein enges Spiel, das beide Akteure auf hohem Niveau zeigten, am Ende gewann Luka, vermutlich, weil er einfach mehr Siegeswille hatte.

Danach musste Junde beim Stand von 3:3 an den Tisch. Junde lag schnell mit 0.2 Sätzen hinten. Er spielte gar nicht schlecht, jedoch hatte Kilian einen tollen Matchplan. Nach und nach konnte Junde aber mit Platzierungsänderungen im Auf- und Rückschlagspiel und mit immer besser werdenden ersten Bällen das Heft des Handels an sich reißen. Im vierten Satz lag Junde mit 7:9 hinten und gewann einen Ballwechsel, bei dem er einen Kanten und zwei Netzbälle noch retournieren konnte und sich damit im Spiel hielt. Dieser Ballwechsel zog Kilian endgültig alle Stecker! Jude gewann den Satz dann mit 11:9 und feuerte dann im fünften und entscheiden Satz des Einzels und des gesamten Finales ein Feuerwerk ab. Aggressiv, mit viel Selbstvertrauen und völlig fehlerfrei gewann er den Satz und das Spiel mit 11:1. Damit waren die Jungs Sieger des Deutschlandpokals.

 

„Es ist so toll zu sehen, wie Glaube an sich, das Annehmen von schwierigen Situationen und sich niemals Aufgeben für solch einen Erfolg sorgen kann. Die vier Jungs sind alle toll. Anfang Januar war Luka beim Talentcup der Matchwinner, zuletzt zeigte Caspar häufig seine tolle Entwicklung, Lukas hat sich auf Augenhöhe mit den drei andern Jungs herangearbeitet und diesmal war es Junde, der für den WTTV den Sieg eingefahren hat. Als Trainer gibt es eigentlich nichts Schöneres, als zu sehen, wie toll die Jungs miteinander umgehen und sich gleichzeitig miteinander entwickeln, obwohl sie eigentlich Konkurrenten sind. Von mir aus kann das noch sehr lange so weitergehen!“
(Stephan Schulte-Kellinghaus, WTT-Cheftrainer)

 

Mädchen 13
Beim Deutschland-Pokal der Mädchen 13 in Saarbrücken ging der WTTV mit folgendem Team an den Start: Emily He (SV DJK Holzbüttgen), Luisa Fan (DJK Franz-Sales-Haus), Bernadette Hakopian (SV DJK Holzbüttgen) und Julie Lochey (Borussia Düsseldorf).

Zum Auftakt gegen Schleswig-Holstein gelang ein souveräner 4:0-Erfolg. Besonders hervorzuheben ist dabei der Sieg von Luisa gegen eine unangenehm zu spielende Materialspielerin, der den Grundstein für den klaren Mannschaftserfolg legte.

Im zweiten Gruppenspiel gegen Bayern folgte dann eine bittere 3:4-Niederlage. In einer insgesamt sehr engen Begegnung konnten Julie, Luisa und Emily diesmal nicht ihre Top-Leistungen abrufen, wodurch das Match knapp verloren ging.

Umso beeindruckender war die Reaktion im abschließenden Gruppenspiel gegen den Titelfavoriten aus Baden-Württemberg. Mit einer starken Mannschaftsleistung gelang ein überzeugender Sieg. Besonders Julie und Bernadette überzeugten mit ihren Erfolgen gegen Melina Du, die noch im Februar beim DTTB Top 24 der Altersklasse U15 vertreten war. Durch diesen Erfolg und das bessere Spielverhältnis sicherte sich der WTTV damit überraschend den Gruppensieg.

Luisa, Emily, Bernadette und Julie holen einen starken zweiten Platz.

 

Im Viertelfinale gegen Sachsen-Anhalt ließ das WTTV-Team nichts anbrennen und zog mit einem klaren Erfolg ins Halbfinale ein. Ein besonderes Highlight setzte Bernadette, die in ihrem Einzel gegen Lina Spitzer einen 1:5-Rückstand im fünften Satz noch drehte und damit große Nervenstärke bewies.

Am Sonntag wartete im Halbfinale Niedersachsen. Der WTTV setzte sich mit 4:1 durch. Bernadette verlor ihr Einzel trotz starker Aufholjagd noch gegen Kristin Tuve, dafür drehte Luisa nach 0:2-Satzrückstand ihre Partie. Emily präsentierte sich in Topform, gewann beide Einzel souverän und war auch im Doppel erfolgreich.

Im Finale kam es erneut zum Duell mit Baden-Württemberg. Julie musste sich zunächst Dana Haspel geschlagen geben, während Emily He souverän zum zwischenzeitlichen Ausgleich gegen Melina Du punktete. Auch das Einzel von Luisa gegen Svenja Hepp ging anschließend an Baden-Württemberg, ehe Emily und Luisa auch im Doppel unterlagen. Emily hatte danach die Chance zum Anschluss, konnte trotz Matchball die Partie gegen Haspel jedoch nicht mehr drehen. Damit stand die 1:4-Niederlage fest. Der Sieg von Luisa gegen Melina Du zählte nicht mehr für das Mannschaftsergebnis, ebenso zeigte Julie gegen Hepp noch einmal eine kämpferisch starke Leistung.

 

Am Ende steht für das WTTV-Quartett ein hervorragender zweiter Platz beim Deutschland-Pokal U13. Mit großem Teamgeist, starken Einzelleistungen und mehreren Comebacks präsentierten sich die WTTV-Mädchen über das gesamte Wochenende hinweg in hervorragender Form.
(Christine Mettner, WTTV-Verbandstrainerin)

 

Jungen 15
In einem sehr ausgeglichenen Teilnehmerfeld starteten die Jungen zunächst in der Gruppe 2 im A Pool. Im ersten Spiel gegen das vermeintlich schlechteste Team aus Hessen zeigten sich allerdings schnell 3 Dinge, die sich durch den gesamten Turnierverlauf ziehen sollten. Erstens, alles ist knapp. Auch Sebastian, der zwei Einzelsiege einfahren konnte, musste in beiden Spielen über die volle Distanz gehen. Zweitens, Linkshänder scheinen uns nicht zu liegen, die Hessen hatten gleich drei im Aufgebot. Am härtesten traf es Darian, der beide seine Spiele mit 3:0 verlor. Drittens, Doppel sollte sich nicht als unsere Stärke herausstellen, zwar gewannen Sebastian und Eitan die beiden ersten Sätze, mussten anschließend ihren Gegnern aber zum 3:2 Erfolg gratulieren. Avelino bewies in diesem Spiel allerdings die nötige Ruhe und konnte beide seine Spiele durch sein sicheres Blockspiel ungefährdet gewinnen.

Im zweiten Spiel gegen die Pfalz gelangen nur Sebastian zwei Einzelsiege, dabei spielte Eitan zunächst furios auf und überrollte Jonathan Kraft im ersten Satz mit seinem sehr aggressiven Spiel. Anschließend passte sich Jonathan deutlich besser an und konnte unter anderen mit seinem sehr schwer zu lesenden Lollipop Aufschlag das Spiel klar beherrschen. Leider mussten sich anschließend Eitan und Avelino Boris Zheng, der nominellen Nummer 2 der Pfalz, mit jeweils 3:1 geschlagen geben. Zusammen mit dem deutlich verlorenen Doppel resultierte daraus die erste Niederlage. (2:4)

Das Dritte Spiel gegen Bayern nahm den genau gleichen Verlauf, Eitan spielt im ersten Spiel gut gegen Julius Werner, die Nummer Eins Bayern (4. Platz DTTB Top 24), verliert 3:1. Sebastian kämpft sich durch 3:2 gegen Steiniger und 3:1 gegen Werner. Das Doppel geht verloren und sowohl Avelino als auch Eitan verlieren gegen die Nummer 3 Bayerns Elias Faroqi, ein Linkshänder mit sehr guten Aufschlägen. Bereits nach den ersten 3 gespielten Einzeln war klar, wir müssen in die Zwischenrunde.

Avelino, Sebastian, Eitan und Darian erkämpfen sich Bronze.

 

Dort wartete Berlin auf uns. Zwar auf Grund des Spitzenspielers Hugo Rusch das schwerere der beiden Lose, aber trotzdem waren die WTTV-Jungs favorisiert. Im ersten Spiel trafen Darian und Hugo Rusch aufeinander und zunächst nahm alles seinen normalen Lauf, Darian war 0:2 hinten. Anschließend konnte er sich taktisch etwas umstellen und wühlte in der Halbdistanz wie ein Wahnsinniger. Dies sorgte dafür, dass er sich in den fünften Satz kämpfte und dort sogar bis zum Ende in Führung ging. Dort zeigte Hugo dann ebenfalls vorbildlichen Kampfgeist und ein bisschen mehr Erfahrung und rettete das Spiel 13:11 für Berlin nach Hause. Die Spiele zwei und drei konnten Sebastian und Avelino beide recht deutlich gewinnen und brachten uns somit 2:1 in Führung. Gegen Bayern hatten Darian und Eitan trotz der Niederlage eine sehr gute Leistung im Doppel gezeigt, daher durften sie erneut antreten. Die ersten 1,5 Sätze lief es auch richtig gut, anschließend unterliefen beiden zu viele einfache Fehler, sodass am Ende ein 3:1 Sieg für Berlin zu buche Stand. Das anschließende Spitzenspiel war ein hin und her, in der Vergangenheit hatte sich in den immer knappen Spielen Sebastian häufig durchgesetzt und auch in diesem Spiel schien es so, als wäre er wieder das Quäntchen besser. In der entscheidenden Phase spielte Hugo sein bestes Tischtennis und Sebastian unterliefen einige Fehler, sodass es nach einer Überraschung in der Zwischenrunde aussah, 3:2 für Berlin. Gleichzeitig kämpfte am Nachbartisch Darian gegen die Nummer zwei Casper Gausepohl. Auch hier gab es ein hin und her. Mit unglaublicher Willenskraft konnte Darian den Sieg einfahren und Avelino den Weg ebnen auch den Mannschaftskampf zu gewinnen. Dieser löste seine Aufgabe souverän, somit ein knapper 4:3 Sieg.

Beflügelt von dem Sieg ging es dann in gleicher Einzelaufstellung gegen Hamburg. Die Vorzeichen waren ähnlich, guter Spitzenspieler Jeffrey Wei, gegen den nur Sebastian Favorisiert ist, aber mit Ole Nageln einen guten Linkshänder in der Aufstellung an Position 3. Zunächst spielte Sebastian gegen den schlechtesten der drei Hamburger, Matteo Döhler und konnte einen ungefährdeten Sieg einfahren, gleichzeitig lief Darian gegen Jeffrey Wei zur absoluten Höchstform auf. 2:0, 5:1 stand es zwischenzeitlich für Darian. Anschließend zeigte Jeffrey Courage und kämpfte sich zurück. Bis auf wenige Ausnahmen zeigte er dann einen nahezu fehlerfreien Auftritt und konnte das Spiel noch drehen, dabei hatte Darian nicht mal nachgelassen. Im Dritten Einzel traf Avelino auf Ole Nagel, vermutlich ein vorentscheidendes Spiel. Die ersten zwei Sätze verlor Avelino dabei deutlich, wollte sich allerdings nicht geschlagen geben und wehrte im 3 Satz 7 Matchbälle ab. Zunächst sah es so aus, als wäre Ole Nagel nach den vergebenen Matchbällen gebrochen, Avelino ging deutlich in Führung. Wiedererwarten berappelte sich der Hamburger allerdings schnell und konnte den 4. Satz gewinnen. Erste die Linkshänder, dann das Doppel. Die beiden Hamburger spielen seit Jahren zusammen Doppel und das merkte man auch recht schnell. Unseren Kombination Avelino und Sebastian war deutlich unterlegen. Dies führte zum Zwischenstand von 1:3. Das anschließende Spitzenspiel Sebastian gegen Jeffrey Wei und Avelino gegen Matteo Döhler waren zwei klare Siege für uns, daher kam es zum Showdown Darian gegen Ole Nagel. 5 Sätze voller spektakulärerer Ballwechsel, Ole Nagel mit mehr Anpassungsmöglichkeiten, Darian mit schnellen Beinen, viel Kampf und guter Vorhand später stand es 9:9. Aufschlag Hamburg, halblang in Rückhand, was ein Vorhand Topspin parallel 10:9. Auch den letzten Punkt konnte Darian gewinnen, somit hatten die WTTV-Jungs das nächste Spiel gedreht, wieder 4:3.

Somit trafen wir im Halbfinale wieder gegen die Jungs aus Bayern, zwei Linkshänder und ein gutes Doppel. Mit dem Ziel Sebastian gegen beide Linkshänder spielen zu lassen, stellten wir die Aufstellung um, die Bayern allerdings auch. Simon Steiniger gewann sein erstes Spiel gegen Darian, Elias Faroqi gegen Avelino. Sebastian konnte dann das „Spitzenspiel“ 3 gegen 3 im fünf Sätzen gegen Julius Werner gewinnen und auch das Doppel Eitan und Sebastian überraschte mit einem Sieg, sodass es zwischenzeitlich 2:2 stand. Anschließend ging es dann zeitgleich mit Avelino und Darian um die Wurst, da das letzte Spiel Sebastian gegen Elias Faroqi vermutlich für uns kommen würde. Der Traum vom Finale platze dann allerdings relativ schnell, Darian konnte Julius Werner einen Satz abringen, bei Avelino reichte es leider nicht zu einem Satzgewinn. Somit stand am Ende ein 2:4 und der Einzug ins kleine Finale um Platz 3.

Auch hier haben wieder beide Teams mit der Aufstellung gepokert. Zunächst verlor Eitan gegen den Spitzenspieler Jonathan Kraft. Anschließend kam es schon zum vorentscheidenen Spiel Darian gegen Boris Zheng, eins der Spiele was wir hofften in der Aufstellung zu treffen. Hier zeigte sich, dass wir den richtigen Riecher hatten, Darian als Linkshänder konnte Boris Zheng im Aufschlag und Rückschlagspiel immer wieder vor große Probleme stellen und schlussendlich das Spiel 3:1 gewinnen. Sebastian gewann sein Spiel gegen Jonathan Brubach klar, im Doppel war allerdings wieder einmal nichts drin. Anschließend spielte Eitan gegen Boris Zheng, welche direkt mit einer 7:1 Führung in den ersten Satz startete, diesen konnte allerdings Eitan anschließend mit viel Risiko doch noch für sich entscheiden. Ähnlich in Satz 2 Eitan führte komfortabel, diesmal klaute Boris Zheng den Satz. Anschließend ging der dritte Satz deutlich verloren, im vierten wurde es nochmal knapp, das glückliche Ende hatte aber der Pfälzer und gewann. Wieder trafen also die beiden besten Spieler beider Mannschaften aufeinander, Sebastian machte allerdings dieses Mal kurzen Prozess und gewann 3:0 gegen Jonathan Kraft. Im letzen Einzel traf Darian gegen Jonathan Brubach. Darian war hier schon der deutliche Favorit, musste aber im ersten Satz schnell erkennen, dass das Spiel kein Selbstläufer ist, dieser Ging nämlich an den Pfälzer. Danach schaffte Darian es allerdings wieder seine gute Linkshändervorhand ins Spiel zu bringen und sicherte uns mit einem 3:1 Sieg den dritten Platz im Turnier.

 

Bedenkt man, dass jedes Spiel was wir gewonnen haben, 4:3 ausgegangen ist, dann müssen wir am Ende mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein. Herauszuheben sind dabei sicherlich Sebastian mit einer 11:1 Bilanz im Einzel und Darian, der gegen Berlin, Hamburg und die Pfalz schlussendlich den entscheidenden Sieg beisteuerte.
(Daniel Gerhards, WTTV-Verbandstrainer)

 

Mädchen 15
Nach der verletzungsbedingten Absage von Spitzenspielerin Emma Li ging unser Mädchen-15-Team mit Sofiia Zhmudenko, Juli Baranowsky und den Geschwistern Emilia und Madita Höller an den Start – mit Setzposition 7 und dem Ziel, Platz 6 (und somit einen zusätzlichen Startplatz für das DTTB TOP 48) zu erreichen.

WTTV-Trainerin Ding Yapin mit ihrem Team: Juli, Sofiia, Madita und Emilia.

 

Bei einem Blick auf die Aufstellungen der anderen Teams war sehr schnell klar, dass Baden-Württemberg, Hessen und Bayern mit ihren zahlreichen Nationalkader-Spielerinnen die Plätze 1-3 ausspielen werden, und dahinter „streiten“ sich einige Verbände um die Plätze ab 4.

Dementsprechend gab es in den ersten beiden Spielen gegen Baden-Württemberg und Bayern nur Satzgewinne zu holen, bevor es gegen Berlin um das Spiel um Platz 3 in der Vorrunden-Gruppe ging. Sofiia gewann ihr erstes Spiel nach verlorenen ersten Satz noch sicher, und Juli verlor nach zwei ausgeglichenen Sätzen mit 1:3 gegen Berlins Nr. 1. Dann kam der erste Dämpfer: Trotz 2:0-Führung musste Madita ihrer Gegnerin gratulieren, man ging also mit einem 1:2-Rückstand ins Doppel. Hier gab es dann für Sofiia und Emilia den wichtigen Sieg – mit 3:0, aber zwei Sätze wurden nervenstark in der Verlängerung gewonnen. Somit 2:2 – und alles drin. Das Spitzenspiel begann dann für Sofiia sehr ernüchternd – bis zum 0:2, 4:8 lief recht wenig zusammen. Dann nahm Ding Yaping die Auszeit – und Sofiia gewann den Satz noch mit 11:8! Und von da an lief es „wie am Schnürchen“, zwei deutliche Satzgewinne brachten die 3:2-Führung. Am Nebentisch lief es für Madita erst sehr gut, nach verlorenem ersten Satz konnte sie Satz 2 und 3 sicher gewinnen. Aber wie schon im ersten Spiel konnte sie ihr hohes Niveau nicht halten – Berlin konnte zum 3:3 ausgleichen. Somit ging Juli in das entscheidende Spiel – guter Start, 1:0-Führung, Satzausgleich, chancenlos in Satz 3, und 7:10-Rückstand im 4. Satz. Aber die Berlinerin zeigte deutlich Nerven, vergab alle drei Matchbälle, und Juli konnte ausgleichen. Und ließ ihrer Gegnerin im 5. Satz dann keine Chance mehr – 4:3 und Platz 3 in der Vorrundengruppe.

Und der Sieg war wichtig: Zum einen das vermeintlich leichtere Spiel in der Zwischenrunde, zum anderen wäre der Gruppenzweite der Parallelgruppe der Gegner im Viertelfinale – und nicht die übermächtigen Mädchen aus Hessen. Aber der Reihe nach…

Die Auslosung hatte Sachsen als Zwischenrunden-Gegner ergeben – die hatten in der B-Gruppe (in der die Setzpositionen 9-12 gespielt haben) dreimal mit 0:4 verloren. Doch der vermeintlich leichte Gegner war wohl doch nicht so schwach – nach drei Einzeln lagen wir erstmal mit 1:2 hinten. Und als auch der erste Satz im Doppel verloren wurde… Gott sei Dank fingen sich unsere Mädels anschließend, und Sofiia, Emilia und Madita gaben keinen Satz mehr ab.

Nach dem 4:2 gegen Sachsen ging es jetzt gegen das Überraschungsteam von Thüringen – in der Parallelgruppe mit Setzposition 4 Platz 2 erreicht und ausgeruht, weil sie kein Zwischenrunden-Spiel absolvieren mussten. Sofiia verlor zwar einen Satz in der Verlängerung, konnte aber sicher in vier Sätzen gewinnen. Und am Nebentisch sah es lange nach einer Überraschung aus – 2:0-Satzführung für Emilia! Aber ihre favorisierte Gegnerin steigerte sich deutlich und konnte das Spiel drehen. Juli verlor zwar Satz eins in der Verlängerung, hatte ihre Gegnerin dann aber im Griff – mit 2:1 ging es also ins Doppel. Sofiia und Emila verloren zwar bei 1:1 Satz drei in der Verlängerung, konnten das Spiel aber anschließend deutlich gewinnen – somit 3:1 der Zwischenstand! Und das ließ sich Sofiia im Duell mit Thüringens Nr. 1 auch nicht mehr nehmen, mit einem 3:1 machte sie den Siegpunkt zum 4:1-Gesamtsieg. Und die mit Abstand beste Leistung, und genau zum richtigen Zeitpunkt…

Vorläufiges Fazit: HALBFINALE!

Das bedeutete aber auch, dass es am Sonntag nur noch gegen zwei der drei Übermannschaften geht. Es wurden dann wieder Baden-Württemberg (im Halbfinale) und Bayern (im Spiel um Platz 3), und es gab erwartungsgemäß wieder nicht viel zu holen. Aber egal – mehr als Platz 4 war nicht drin, und Platz 4 wurde erreicht. Und somit der maximale Beitrag zur Deutschlandpokal-Gesamtwertung.
(Rolf Elbern, Vorsitzender Jugendausschuss)

 

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