Richtungsweisende Entscheidungen beim 47. Verbandstag des WTTV in Gladbeck

142 Delegierte trafen wichtige Entscheidungen beim Verbandstag des WTTV. (Foto: Jörg Fuhrmann)

 

Als WTTV-Präsident Helmut Joosten um 17.28 Uhr den Verbandstag mit den Worten: „Wir brauchen ALLE“ schloss, verdeutlichten diese Worte, dass in naher Zukunft wegweisende Veränderungen anstehen und angepackt werden müssen. Aber der Reihe nach…

Helmut Joosten bei der Begrüßung. (Foto: Jörg Fuhrmann)

 

Pünktlich um 10.30 Uhr nahmen die 142 Delegierten im „Lindensaal“ des Hotels Van der Valk in Gladbeck Platz und wurden von WTTV-Präsident Helmut Joosten zum 47. Verbandstag ebenso begrüßt wie die Ehrengäste Heike Ahlert (DTTB-Vizepräsidentin Leistungssport), Dr. Michael Timm (Präsident des Westdeutschen Hockey-Verbandes und Sprecher der Verbände des LSB NRW) und DTTB-Präsident Michael Geiger, die in ihren anschließenden Grußworten besonders die zukunftsorientierte Arbeitsweise des WTTV unter anderem mit dem Projekt WTTV.2031 herausstellten.

Die Vizepräsidentin Leistungssport beim DTTB, Heike Ahlert, bei ihrem Grußwort. (Foto: Jörg Fuhrmann)

 

Nachdem mit Christiane Fornefeld (Paderborn) (die am Tage zuvor für ihre langjährigen Verdienste bei der Jubiläumsfeier des WTTV den Albrecht-Nikolai-Pokal erhalten hatte), Reinhardt Hantke (Duisburg) und Christoph Menges (Münster) die Mandatsprüfer schnell gefunden waren, stand der wegweisendste Tagesordnungspunkt, die Strukturreform, auf der Agenda.

Helmut Joosten stellte nochmals heraus, dass die Idee einer neuen Struktur ihren Ursprung aus dem Kreis der Delegierten habe und das Präsidium diese Idee aufgenommen und in einer Arbeitsgruppe konkretisiert habe. Nach einstündiger Diskussion, in der einige Delegierten auch ihre Bedenken zur Strukturreform zum Ausdruck brachten, kam es zur beantragten geheimen Abstimmung.

Reinhardt Hantke sammelte als Mitglied der Mandatsprüfungskommission die Stimmzettel bei der geheimen Abstimmung ein. (Foto: Jörg Fuhrmann)

 

Kurze Zeit später verkündete Helmut Joosten das mit Spannung erwartete Ergebnis: 102 Ja-Stimmen, 37 Nein-Stimmen und drei Enthaltungen. Damit wurde der Antrag angenommen und die Grundlage geschaffen, die Neustrukturierung durch das Präsidium und die Bezirksvorsitzenden zu beschließen, welche dann in Einzelfällen durch den nächsten Verbandstag, der für den 22.Mai 2022 geplant ist, nochmals eine geringfügige Veränderung erfahren könnte.

Nach der wohlverdienten Mittagspause würdigten Helmut Joosten und die Delegierten die Verstorbenen des Verbandes mit einem kurzen Gedenken.

Eine zweifache Ehrung stand danach auf dem Programm: Für seine Verdienste wurde Ferdi Wallies (Stolberg) nicht nur mit der Ehrenplakette des WTTV ausgezeichnet, denn DTTB-Präsident Michael Geiger verlieh dem Vorsitzenden des Bezirkes Mittelrhein im Anschluss zusätzlich die Ehrennadel des DTTB in Bronze.

 

Ulrich Jopen, der seit 1993 als 1. Vorsitzender des 1. TTC Hardt-Venn die Belange seines Vereins führt, von 1999 bis 2009 den Vorsitz des Spruchausschusses im Bezirk Düsseldorf inne hatte, bevor der Jurist dann ab 2009 den neu eingeführten WTTV-Kontrollausschuss als Vorsitzender übernahm, erhielt als Dank für sein großes Engagement die Goldene Ehrennadel des Verbandes verliehen. Der 75-jährige Mönchengladbacher, dessen juristischer Rat seitens des WTTV immer sehr geschätzt wurde und auch in Zukunft gefragt sein wird, stellte sich nach nun 12 Jahren Verbandsarbeit nicht mehr zur Wiederwahl.

Ulrich Jopen erhielt die Goldene Ehrennadel des Verbandes. (Foto: Thorsten Schoof)

 

Die Beschlussfassung über den Jahresabschluss des abgelaufenen Geschäftsjahres 2020 wurde ebenso einhellig getroffen wie, die über den Haushaltsplan des laufenden Geschäftsjahres 2021. Dieses inkludierte die erfolgreiche Abstimmung über Antrag Nr.2, die Rechnungsstellung gemäß den Vorschriften WO F 2.5.1 bis F 2.5.3 („Schiedsrichtermeldung“ bzw. „Schiedsrichter-Ausfallgebühr“) auf der Basis der Vereinsmeldung in click-TT erstmalig im Nachgang zur Spielzeit 2021/22 durchzuführen.

Präsident Helmut Joosten moderierte anschließend die Anträge auf Änderungen der Satzung. Für den Bereich der Wettspielordnung übernahm dieses wie gewohnt Werner Almesberger (Oberhausen), der in bewährter, souveräner Weise den Delegierten die beantragten Änderungen erläuterte und das jeweilige Mehrheitsbild per Abstimmung erfragte.

Die Delegierten bei der Abstimmung. (Foto: Jörg Fuhrmann)

 

Weniger harmonisch ging es bei den Anträgen des Ausschusses für Schiedsrichter zu, die vom kommissarischen Vorsitzenden Erik Harren (Geilenkirchen) vorgetragen wurden. Hier kamen die Anträge erst nach längeren Diskussionen zur Abstimmung.

Danach wurde Michael Geiger für die Tagespunkte 12 und 13 (Entlastung und Neuwahlen des Präsidiums) zum Versammlungsleiter ernannt. Er bedankte sich beim Präsidium für die geleistete Arbeit in der abgelaufenen Legislaturperiode, leitete die Entlastung ein und moderierte die Neuwahl. Hier wurde Helmut Joosten ohne Gegenstimme erneut zum Präsidenten des WTTV gewählt. In seiner anschließenden Rede bemerkten die Delegierten im Saal, wie emotional berührt der alte und neue Präsident von dem Ergebnis war, für das er sich im Anschluss herzlich bei den Delegierten bedankte.

Er leitete im nächsten Schritt die Wahl der weiteren Präsidiumsmitglieder ein, die ebenfalls eindeutig bestätigt wurden, sodass das Führungsgremium des Verbandes weiterhin in unveränderter Besetzung arbeiten kann: Präsident Helmut Joosten, stellvertretender Präsident Ingo Tschiersch, Vizepräsident Finanzen Roman Borninkhof, Vizepräsident Sportentwicklung Erwin Daniel, Vizepräsident Sport Lars Czichun und Vizepräsident Verbandskommunikation Klaus Verburg.

Das alte und zugleich neue Präsidium des WTTV. (Foto: Jörg Fuhrmann)

 

Nach den Wahlen der Vorstände wurden die Besetzungen der Ausschüsse en bloc gewählt. Auch hier zeigte sich, dass es im Ausschuss für Schiedsrichter in der Zukunft viel Arbeit und Kommunikation bedarf, um die Ämter zu besetzen und die wichtigen Aufgaben anzugehen. Zum neuen Vorsitzenden wurde Uwe Weng (Düsseldorf) gewählt. Aus dem ursprünglichen Ausschuss traten im Anschluss, mit Ausnahme von Marco Schürmann (Ressortleiter Schiedsrichtereinsatz Bundesspielklassen) alle Mitglieder nicht mehr zur Wahl an. Da vor Ort auch keine weiteren Personen gefunden wurden, die sich für die Ämter bewarben, bleiben die restlichen Posten im Ausschuss bis auf weiteres vakant.

Alle Besetzungen der Ausschüsse können Sie HIER einsehen.

Nach einem kurzen Durchatmen dankte Helmut Joosten den Delegierten und schloss um 17.28 Uhr den 47. Verbandstag mit den Worten „Wir brauchen ALLE“.

Videos zum Verbandstag finden Sie auf unserem YouTube-Kanal