KINDESWOHL IM WTTV

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Kindeswohl im Tischtennissport

Im Rahmen der DTTB Beiratssitzung in Frankfurt am Main unterzeichnete WTTV-Präsident Helmut Joosten und DTTB-Präsident Michael Geiger eine Vereinbarung über Qualitätsstandards für den Kinderschutz im deutschen Tischtennissport. Die Partner setzen sich gemäß des Vertrags umfassend für das Kindeswohl auf allen Ebenen des deutschen Tischtennissports und insbesondere für den Schutz vor sexualisierter Gewalt ein.

 

 

Grundlage sind das Bundeskinderschutzgesetz sowie die Erklärung „Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport“, beschlossen von der Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes am 3.12.2010 in München. Mit dieser Vereinbarung verständigen sich die Partner über die verbindliche Umsetzung dieser Grundlagen, über die Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung im Kinderschutz und über die Aufgabenverteilung zwischen den Partnern.

In den vergangenen Jahren ist das Thema „Kindeswohl im Sport“ und speziell die Prävention sexualisierter Gewalt in vielen Vereinen und Verbänden zu einem selbstverständlichen Bestandteil der Kinder- und Jugendarbeit geworden. Wir empfehlen allen Mitgliedsverbänden und Vereinen, sich angemessen mit dem Thema „Kindeswohl im Sport“ zu beschäftigen und sich bei der Umsetzung von Maßnahmen nach den konkreten Hinweisen aus der Argumentationshilfe zu richten. lm Mittelpunkt sollte dabei ein umfassendes, aber zugleich praktikables Präventionskonzept stehen, welches das „Kindeswohl im Sport“ in den Mittelpunkt stellt und sich nicht allein in formalen Anforderungen wie bspw. bei der Vorlage von erweiterten Führungszeugnissen erschöpft. Ein aktiver Kinderschutz beschränkt sich nicht nur auf die Frage der Prävention sexualisierter Gewalt, sondern berücksichtigt auch andere Gefährdungen des Kindeswohls und eröffnet zudem Kindern und Jugendlichen echte Formen der Beteiligung. Was kann ich als VEREIN bzw. VERBAND tun, um ein sicheres & transparentes Umfeld im Sport zu schaffen?

 

Kindeswohl im Verein

  • Legen Sie einen Ansprechpartner fest und informieren Sie das Umfeld (Link zu Erste Schritte)
  • Prüfen Sie anhand des Schemas (Link zu pdf-Datei), wer ein Führungszeugnis vorlegen sollt
  • Schaffen Sie mit einem Ehrenkodex und Schutzvereinbarungen Handlungssicherheit für alle Betreuer (Vorlagen verlinken)


Schaffen Sie als Verband Bewusstsein

  • beziehen Sie durch eine Satzungsverankerung Stellung
  • Informieren Sie auf der Internetseite des Verbands.
  • Integrieren Sie das Thema Kindeswohl in der Lizenzausbildung

 

 

Erste Schritte…

 

…im Verein

1. Benennen Sie Ansprechpartner (bestenfalls männlich und weiblich) und kommunizieren Sie diese mit Bild, E-Mail-Adresse und Telefonnummer als Aushang und auf der Homepage des Vereins.

2. Besprechen Sie (als Ansprechpartner) das Thema Kindeswohl mit den Trainer- und Übungsleiterkollegen und finden Sie dabei heraus, an welchen Stellen im Verein es Risiken gibt und wie Sie diese vermeiden können. Tauschen Sie sich im Rahmen einer Risikoanalyse aus über:

  • Umkleide-/Duschsituationen aus (getrennt und eindeutig gekennzeichnet)
  • den Umgang mit Körperkontakt und bei Hilfestellungen
  • Aufsichtspflicht und Wahrung der Privatsphäre bei Übernachtungssituationen
  • Mitnahme im PKW
  • Trainingsbereich frei zugänglich

Das Ziel sollte es sein eine„Kultur des Hinschauens“ zu schaffen.

3. Informieren Sie die Eltern, welche Maßnahmen Sie ergriffen haben und signalisieren Sie damit, dass die Kinder in Ihrem Verein gut und sicher aufgehoben sind. Sich um das Thema Kindeswohl zu bemühen, trägt auch positiv zum Image des Vereins bei und kann bei der Mitgliedergewinnung ein gutes Argument sein.

 

 

 

Kampagne der “Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs” (UAK)

Kirche und Internate waren zuletzt häufiger deswegen in den Schlagzeilen, doch klar ist: Auch im Umfeld des Sports kommt es immer wieder zu sexuellem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen. Um die Aufmerksamkeit auf den Sport zu lenken, startet die „Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs“ (UAK)  eine bundesweite Kampagne: Anzeigen in Tageszeitungen, auf Websites und in den sozialen Medien machen auf die Arbeit der UAK aufmerksam. Der DTTB und seine Mitgliedsverbände unterstützen die Aktion.

Die Aufgaben der UAK

Die Kommission untersucht sämtliche Formen von sexuellem Kindesmissbrauch in Deutschland. Darunter fällt neben dem Missbrauch im Sportverein zum Beispiel auch der in Familien, im sozialen Umfeld, durch Fremdtäter oder im Rahmen von organisierter sexueller Ausbeutung.

Die UAK will Strukturen aufdecken, die sexuelle Gewalt in der Kindheit und Jugend ermöglicht haben und herausfinden, warum Aufarbeitung in der Vergangenheit verhindert wurde. Dabei wird die Kommission vor allem Menschen anhören, die in ihrer Kindheit von sexuellem Missbrauch betroffen waren und somit die Möglichkeit schaffen, auch verjährtes Unrecht mitzuteilen.

Strukturen erkennen, Missbrauch verhindern

Sie möchte die Opfer ermutigen, der Kommission von ihren Erfahrungen zu berichten. So können Betroffene mit ihrer Geschichte dazu beitragen, dass sich etwas in der Gesellschaft verändert und offenlegen, welche Fehler in der Vergangenheit gemacht wurden.

„Man muss jeden Tatkontext anschauen: Welche Strukturen haben dazu geführt, dass es Tätern leicht gemacht wurde, an Kinder heranzukommen, dass der Missbrauch stattfinden konnte und dass dem Kind nicht geholfen wurde, den Missbrauch zu stoppen. Das ist eine Aufgabe von Aufarbeitung“, sagt Prof. Sabine Andresen, die Vorsitzende der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs und Professorin für Kindheits- und Jugendforschung an der Uni Frankfurt. Seit Mai 2016 haben sich knapp 1.700 Betroffene bei der Kommission gemeldet.

Weitere Informationen

 

 

Infomaterial

 

Für das Deutsche Tischtennis-Internat (DTTI) im Deutschen Tischtennis-Zentrum (DTTZ)

 

Für Vereine

 

Broschüren der Deutschen Sportjugend (DOSB)

 

Kampagne “Kein Raum für Missbrauch”

 

Zum Weiterlesen

 

 

Hilfreiche Links

  • Hilfeportal-Missbrauch.de Sexuelle Gewalt ist ein gravierendes Problem für Mädchen und Jungen, aber auch für Erwachsene, die in ihrer Kindheit oder Jugend davon betroffen waren. Das Hilfeportal informiert Betroffene, ihre Angehörigen und andere Menschen, die sie unterstützen wollen. Die bundesweite Datenbank zeigt, wo es in der eigenen Region Hilfsangebote gibt.
  • Dunkelziffer e.V. kämpft seit 1993 gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und gegen Kinderpornographie, mit Therapie, Beratung, Prävention und Fortbildung.
  • N.I.N.A. e.V. steht für Nationale Infoline, Netzwerk und Anlaufstelle zu sexueller Gewalt an Mädchen und Jungen
  • Schattenriss e.V. – Beratungsstelle gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen
  • Zornröschen e.V. – Anlaufstelle für sexuell missbrauchte Kinder und Jugendliche

 

 

Tipps zur Kontaktaufnahme

An den Telefonen sitzen geschulte Mitarbeiter. Der Anruf kann anonym erfolgen.

  • Telefonische Anlaufstelle des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexueller Missbrauchs der Bundesregierung: 0800/22 55 530 (kostenfrei)
  • Kinder- und Jugendtelefon: 0800/111 0 333 (Mo bis Fr 15-19 Uhr bundesweit besetzt / kostenfrei)
  • Telefonseelsorge (evangelisch): 0800/111 0 111 (kostenfrei)
  • Telefonseelsorge (katholisch): 0800/111 0 222 (kostenfrei)
  • Kibs (Kontakt-, Informations- und Beratungsstelle speziell für Jungen): 089/2317169120 (Mo 18-21 Uhr, Mi 12-15 Uhr), www.kibs.de (anonyme Internetberatung)

  KONTAKT

Persönlich

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Friedrich-Alfred-Straße 25

47055 Duisburg

0203 608490

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