Die Jugend-Kreismeisterschaften 2021 fanden unter Corona-Bedingungen in Anrath und Straelen statt.

Ben geht in die Box, nimmt seine Maske ab und nickt seinem Gegenüber zu. Gemeinsames Einspielen. Dann geht es los. Nach den ersten zwei Ballwechseln wird das Zählgerät manuell bedient. Tischtennis in Coronazeiten. Aber egal, Hauptsache wieder ein Turnier spielen können.

Nach der Absage im vergangenen Jahr war der Jugendvorstandes des Kreises Krefeld bemüht, in diesem Jahr wieder Kreismeisterschaften für die Nachwuchsklassen anzubieten. Einen Ausrichter mit großer Halle zu finden, war in der Vergangenheit schon schwer. Dank der Initiative der Vereine Anrather TK und TTC Straelen/ Wachtendonk konnten jetzt aber doch alle Altersklassen angeboten werden.

Auf die Doppelkonkurrenzen wurden zwar in diesem Jahr verzichtet, dennoch nahmen die Jugendlichen das Angebot dankbar an. Zwar lagen die Anmeldezahlen erwartungsgemäß unterhalb der Zahlen von 2019, dennoch zeigte sich Kreisjugendwart Frank Kotira sehr zufrieden: „Insgesamt haben die Vereine 72 Jugendliche gemeldet. Immerhin konnten sechs Altersklassen ausgespielt werden.“ Auch in Coronazeiten war die Altersklasse U15 mit 20 Jugendlichen die teilnehmerstärkste.

Doppeltitel für Jonas Lerner vom VfL Rheinhausen

In der Klasse der Jungen 15 wurde Jonas Lerner vom VfL Rheinhausen seiner Favoritenrolle gerecht. Lediglich einen Satz gönnte er seinen Gegnern im ganzen Verlauf. Etwas überraschend schaffte es Dominic van Steenwijk (Anrather TK) ins Finale. Bei seinem Heimspiel setzte ich er sich im Halbfinale gegen Ben Pütz (SV BR Forstwald) deutlich mit 3:0 durch. Im Finale hatte er jedoch keine Chance gegen einen souverän aufspielenden Rheinhausener. Dritter wurde Tom Fuchs vom SC Bayer 05 Uerdingen.

Am nächsten Tag trafen beide Finalisten in der Klasse Jungen 18-B wieder aufeinander. Die Auslosung bescherte ihnen den Auftakt in den Gruppenspielen. Am Sonntagmorgen war Dominic zunächst hellwach und siegte 3:1. Im weiteren Verlauf gewannen beide ihre Spiele und trafen im Finale erneut aufeinander. Es wurde ein spannendes Endspiel, das erst im entscheidenden 5. Satz entschieden wurde. Den 2. Matchball verwandelte Jonas und sicherte sich seinen 2. Titel des Wochenendes.

Anrather Festspiele bei den Mädchen 15

Alle drei Spielerinnen der Altersklasse Mädchen 15 stammen vom Anrather TK. Um ihnen mehr als zwei Spiele zu ermöglichen, wurden sie ausnahmsweise in die Jungen 15-Klasse integriert. Sie spielten dabei in einer Gruppe, so dass sie auch die Titelträger ihrer eigenen Klasse ausspielen konnten. Hier setzte sich Rahel Nolten vor Fuyuan Cheng und Fiamma Lohse Acea durch.

Topspiele in der Königsklasse

In der A-Klasse der Jungen 18 (offen für alle) war fast die komplette Top10 der Joola®-Rangliste vertreten. Im Halbfinale waren drei der besten vier Spieler vertreten. Das Finale bestritten Luis Kostyra (Bayer Uerdingen) und Marvin Krakau (TTC Straelen/ Wachtendonk). Beide spielen in dieser Saison in der höchsten Jungenklasse und zeigten ein würdiges Endspiel. In den Sätzen ging es knapp zu und letztlich hatte Kosytra das bessere Ende für sich.

Erste Turniererfahrung für Jungen 11

Besonders erfreulich war, dass auch die jüngsten Tischtennisspieler Gelegenheit bekommen, erste Turniererfahrungen zu sammeln. Vincent von Weber (TSV Meerbusch) setzte sich in allen drei Spielen deutlich durch wurde so Kreismeister der Jungen 11.

Jungen 13 mit großem Teilnehmerfeld

14 Jungen spielten in der Altersklasse Jungen 13 ihren Kreismeister aus. Hier setzten sich die Favoriten in den Gruppenspielen durch. Etwas überraschend spielte sich Lukas Janßen (TTF Rhenania Königshof) ins Finale. Gegner war Elia Gerritzen (TSV Nieukerk), der jedoch mit 1:3 Sätzen unterlag.

Die Kreismeisterschaften wurden unter Beachtung der geltenden Regelungen durchgeführt. „Wichtig ist, dass wir die Jugendlichen wieder an den Tisch bekommen haben“, sagt Kreisjugendwart Frank Kotira. Katja van Steenwijk, Jugendwartin des Ko-Ausrichters Anrather TK, nickt zustimmend. Alle Spielerinnen und Spieler sowie anwesende Betreuerinnen und Betreuer sowie zugelassene Eltern hielten sich diszipliniert an die Vorgaben und so gab es fast nur zufriedene Gesichter. Denn schließlich hieß es: „Endlich wieder ein Turnier!“