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Zum Deutschlandpokal traf sich die nationale Elite des Tischtennis-Nachwuchses  an zwei Veranstaltungsorten: Während die U13-Premiere in Ingolstadt ausgetragen wurde, spielten die U15-Teams in Weinheim. Herausragend und sehr erfreulich war der Gewinn der Bronze-Medaille des U15-Teams der Jungen, aber auch die drei weiteren Mannschaften des WTTV zeigten durchweg starke Leistungen.

 

 

 

Jungen U13

Erstmalig wurde die U13-Konkurrenz der Jungen beim Deutschland Pokal in Ingolstadt ausgetragen. Der SV Buxheim 1930 war ein toller Gastgeber der Veranstaltung.

Die WTTV Mannschaft U13 Jungen erspielte sich einen guten fünften Platz.

In der Vorrunde im Pool B belegten Ole Brock, Luan Semiz, Finn Stockmann und Thomas Pohl den zweiten Platz hinter Berlin. Das erste Match gewann das Quartett mit 4:1 gegen die Pfalz. Im Spiel um den Gruppensieg verloren die Jungs 2:4 gegen Berlin.

Der zweite Platz in der ersten Runde bedeutete, dass die Jungs in der Zwischenrunde gegen Sachsen-Anhalt um den Viertelfinal Einzug spielen durften. Ole, Luan und Finn spielten in dieser Partie besser als in der Vorrunde und siegten mit 4:2. Damit war das Ziel eine einstellige Platzierung zu erreichen gelungen.

 

 

Das letzte Spiel am Samstag verloren die Jungs im Viertelfinale nach einem großartigen Spiel gegen die Hessen mit 2:4. Fünf der sechs Spiele wurden erst im Entscheidungssatz entschieden.

Nach dem ersten erfolgreichen Tag verlief der Sonntag ebenfalls sehr gut. In den Entscheidungsspielen um die Plätze 5-8 siegten die Jungen mit jeweils 4:3 gegen Sachsen und die Spielgemeinschaft Rheinland/Rheinhessen. Thomas war am Ende im siebten Spiel der Matchwinner gegen den RTTVR. Nach dem verwandelten Matchball fielen sich die Jungs um die Arme und feierten Platz fünf.

„Ole war ein prima Spitzenspieler. Luans Kampfgeist war große Klasse. Finn und Thomas waren zum richtigen Zeitpunkt für das Team da. Unser Doppel ist ausbaufähig“, resümierte der WTTV-Coach die gezeigten Leistungen.   Text: Johannes Dimmig

 

Jungen U15 

Die Vorrunde meisterte das durchaus favorisierte Team souverän. Zunächst gab es einen 4:1 Sieg gegen Thüringen, bei dem lediglich das Doppel noch Startschwierigkeiten zeigte. Anschließend gab es gegen Bayern ebenfalls einen 4:1 Sieg, welcher allerdings schon deutlich knapper war. Zu Beginn gewann Friedrich sein Spiel gegen die potenzielle Nummer 4 zwar klar, allerdings musste Chris dem Bayerischen Spitzenspieler Matej Haspel nach 3 Sätzen zum Sieg gratulieren.

Im dritten Spiel kam es zu der Partie von Noah gegen Kevin Fu, welcher vor einigen Wochen noch die Bronze-Medaille bei dem Deutschen Meisterschaften gewonnen konnte. Noah fand nicht so gut ins Spiel und verlor die ersten 2 Sätze knapp, konnte das Spiel anschließend durch starken Kampf noch drehen und gewann 3:2. Angespornt durch den Sieg gewannen Noah und Friedrich das Doppel deutlich mit 3:0. Im letzten Spiel standen sich Friedrich und Matej gegenüber. Hier zeigte Friedrich eine hervorragende taktische Leistung und konnte das Spiel mit 3:0 gewinnen.

 

 

Im letzten Gruppenspiel trafen die Jungs auf Baden-Württemberg. Der Start verlief ähnlich wie gegen Bayern. Jamal musste sich gegen den Spitzenspieler der Gegner Prohaska geschlagen geben. Im parallellaufenden Spiel kämpfte Friedrich sich gegen den unkonventionell spielenden Timke (kurze Noppe RH) zum 3:2 Sieg. Im dritten Einzel konnte Noah klar mit 3:0 gegen El Haj Ibrahim gewinnen und auch das Doppel konnten Noah und Friedrich für den WTTV einfahren.

Im Spitzenspiel der beiden Einser zeigte Prohaska sein ganzes Können und gewann klar mit 3:0 gegen Friedrich. Beim Stand von 3:2 kam es anschließend zum Spiel von Noah gegen Timke. In einem hochklassigen Spiel konnte Noah drei Sätze knapp für sich entscheiden und holte somit den letzten Punkt zum 4:2.

Schleswig-Holstein war der Gegner im Viertelfinale und auch hier gab es einen klaren Sieg. Im ersten Einzel traf Friedrich auf Par- Nationalspieler Mio Lukas Wagner. Bereits bei dem Bundesranglisten kam es zwischen den beiden zu zwei knappen Spielen, so auch dieses Mal. Nachdem Friedrich den ersten Satz gewinnen konnte, verlor er die nächsten beiden. Im vierten Satz wehrte er einen Matchball ab und rette sich in den fünften Satz. Hier spielte Wagner zunächst furios auf und ging deutlich in Führung (7:3).

Anschließend zeigte Friedrich wieder einmal große Nervenstärke und gewann den Satz mit 11:8. Das zweite und Dritte Einzel gewannen Noah und Jamal souverän. Leider ging das Doppel von Jamal und Chris nach 2:0 Führung noch verloren, sodass es zum Spiel zwischen Wagner und Noah kam. Noah ließ hier allerdings nichts anbrennen und gewann das Spiel 11:5, 11:4 und 11:8.

Im Halbfinale kam es erneut zur Partie gegen Baden-Württemberg. Die Gegner wählten die gleiche Aufstellung, bei uns spielte Chris anstatt von Jamal. Es sollte allerdings vieles anders kommen als am Vortag. Friedrich und Timke lieferten sich wieder ein enges Spiel, dieses Mal aber mit dem Sieg für Timke (3:1). Auch Chris tat sich schwer gegen Prohaska und verlor 3:0.

 

 

Noah startete anschließend gut in das dritte Einzel und führte bereits mit 2:0. El Haj Ibrahim wurde allerdings von Ball zu Ball besser und spielte sich in einen richtigen Rausch, sodass ihm Noah am Ende eines sehr knappen Spiels zum 14:12 Sieg im fünften Satz gratulieren musste. Ebenfalls mit 14:12 im fünften Satz ging dann auch noch das Doppel verloren, sodass am Ende eine 4:0 Niederlage zu Buche stand.

Nach dieser harten Niederlage ging es nach kurzer Pause in die Partie gegen das Saarland. Hier konnten die Jungs noch einmal zeigen was sie können und ließen sich dabei durch die Niederlage nicht unterkriegen. Noah startete gegen den Spitzenspieler Sokolov und zeigte in den ersten 2 Sätzen sein bestes Tischtennis.

Nach der 2:0 Führung stellte Sokolov sich taktisch um und konnte sich die nächsten zwei Sätze sichern. Im fünften Satz hatte Noah allerdings die passende Antwort parat und konnte den Satz deutlich mit 11:6 gewinnen. In den nächsten beiden Einzeln waren Jamal und Friedrich überlegen und gewannen beide 3:1. Auch das Doppel holte den Sieg, sodass am Ende ein 4:0 Sieg und eine verdiente Bronze Medaille stand.   Text: Daniel Gerhards

 

Mädchen U13

Zum ersten Mal wurde in der Altersklasse U13 der Deutschlandpokal ausgetragen. Der WTTV ging mit Ruoqi Wei (TG Neuss), Frieda Strugholz (LTV Lippstadt), Rhea Zhu Chen (Borussia Düsseldorf) und Greta Bögershausen (Borussia Düsseldorf) in Ingolstadt ins Rennen.

In der Vorrundengruppe folgte nach einer deutlichen 0:4-Niederlage gegen Niedersachsen eine knappere 2:4-Niederlage gegen das Team aus Baden-Württemberg. Im dritten Gruppenspiel folgte dann ein deutlicher 4:0-Sieg gegen die Mannschaft aus Brandenburg. Somit hatte das WTTV-Team sich den dritten Platz in der Vorrundengruppe erspielt und musste in die Zwischenrunde. Hier ging es gegen Sachsen. Ruoqi, Rhea und Frieda brachten das Team mit ihren Einzelsiegen mit 3:0 in Führung.

 

 

Leider wurde das Doppel dann verloren. Beim Stand von 3:1 sicherte Ruoqi aber dann den 4:1-Gesamtsieg. Im Viertelfinale wartete das erwartet starke Team aus Hessen. Nach einem Einzelsieg von Ruoqi und zwei Niederlagen von Rhea und Frieda konnte das Doppel gewonnen werden. Beim Stand von 2:2 spielten dann Ruoqi und Rhea.

Beide unterlagen ihren Gegnerinnen knapp mit 2:3 und die Partie ging mit 4:2 an die hessischen Mädchen. Es ging nach der Niederlage also noch um die Plätze 5-8. Am Sonntag, an dem die letzten zwei Platzierungsspiele stattfanden, ging es gegen das Rheinland. Hier konnte sich der WTTV einen deutlichen 4:0-Sieg erspielen. Auch im Spiel um Platz 5 folgte, wie auch schon in der Vorrunde, ein 4:0-Erfolg gegen Brandenburg.

„Insgesamt kann das Team mit dem erspielten 5. Platz zufrieden sein. Schade, dass es nach dem Krimi gegen Hessen nicht zum Halbfinale gereicht hat. Wir hatten ein Doppel, auf das wir jederzeit setzen konnten. Im nächsten Jahr werden wir hoffentlich eine noch bessere Platzierung erspielen. Wir hatten drei Mädchen im Team, die auch im nächsten Jahr noch in dieser Altersklasse sind.“   Text: Christine Mettner

 

Mädchen U 15

Der neugestalteten Deutschlandpokal, der nach zwei Corona-Jahren endlich mal wieder in dieser Altersklasse in Weinheim / Baden-Württemberg stattfand, startete das Mädchen 15 Team des WTTV mit den Spielerinnen Eireen Kalaidzidou, Luisa Düchting, Sophia Heck und Angela Degueldre mit der Zielsetzung ins Turnier, zu probieren, am Ende das Halbfinale zu erreichen. Dieses Ziel wurde am Ende mit einer äußerst knappen 3:4 Niederlage im Spiel um Platz 5 gegen Baden-Württemberg knapp verfehlt.

Aber der Reihe nach: im ersten Gruppenspiel fanden wir gegen genau diese Baden-Württemberger nur schwer ins Spiel. Unsere Nr. 1, Eireen, verlor äußerst unglücklich gegen die Abwehrspielerin Behringer, die sowohl hier, als auch im letzten Gruppenspiel zur Matchwinnerin der Gastgeber war. Das Spiel wurde zwar deutlich mit 1:4 verloren, jedoch war es wesentlich knapper, als es das nackte Ergebnis vermuten ließ; hatten wir doch schon mit einem Einzelsieg von Luisa einen zusätzlichen Punkt und alle Spiele gingen knapp und hart umkämpft an die Gastgeber.

 

 

Nach diesem „schweren“ Spiel wartete der Mitfavorit und Zweite des Endklassements Bayern auf uns. Auch da verkauften wir uns ordentlich, konnten aber nur durch Luisa und Eireen Einzelsiege erzielen. Im letzten Gruppenspiel gewannen wir dann klar mit 4.1 gegen Sachsen-Anhalt, dort machten vor allem Sopia Heck und Angela Degueldre ihre Sache sehr gut.

In der darauffolgenden Zwischenrunde sicherten wir uns mit einem 4:0 innerhalb einer knappen Stunde gegen Sachsen den Einzug ins Viertelfinale. Dort wartete am späten Samstagabend um 19 Uhr noch das Team aus dem Saarland auf uns. Hier hätten wir mit einer perfekten Leistung unser Ziel, das Erreichen des Halbfinals perfekt machen können. Leider kam es anders. Wir ließen uns von der Aufstellung der Saarländer überraschen, die ihre Abwehrspielerin Wang an Position 3 aufboten. Hier konnte nur Eireen einen ungefährdeten Einzelpunkt gegen Kohlen einfahren.

Dennoch wollten die Mädchen nach einem frustrierenden ersten Turniertag, bei dem von Anfang an nichts einfach erschien, zeigen, dass mehr in ihnen steckt. Das taten sie dann auch am Sonntagmorgen. Mit einer tollen Leistung rangen wir, zwar als Favorit, aber mit viel Spielfreude, das Team aus Schleswig-Holstein mit 4:0 nieder. So kam es zum schon erwähnten Spiel um Platz 5 gegen Baden-Württenberg, gegen die wir das Turnier schon begannen. Hier waren alle Spiele auf einem hohen Niveau und Eireen konnte mit zwei Einzelsiegen und einem Sieg mit Luisa im Doppel für die Punkte sorgen. Luisa hatte für den WTTV den Sieg und Platz fünf in ihren beiden Partien auf dem Schläger. Trotz guter Leistungen musste sie zweimal ihren Gegnerinnen gratulieren.

 

 

 

„In der Abschlussbesprechung haben die Mädchen, auch wenn das Ziel verfehlt wurde, dennoch ein Lob bekommen. Nämlich ein Lob dafür, dass sie nie aufgesteckt haben, immer an sich geglaubt haben und Moral gezeigt haben. Besonders unsere eigentliche Punktgarantin Eireen, die am ersten Turniertag nicht so wie gewohnt überzeugen konnte, bekam ein Sonderlob dafür, dass sie sich aus schlechten Phasen herauskämpfen konnte, ihre Zweifel besiegen konnte und am Ende wieder toll aufgespielt hat. Ich denke, die Mädchen haben viel aus diesem Turnier mitgenommen und sich im Laufe des Wochenendes auch weiterentwickeln können“, resümierte der WTTV-Cheftrainer.  Text: Stephan Schulte Kellinghaus